Was passiert bei ETS?
Die endoskopische thorakale Sympathektomie (ETS) funktioniert, indem ein Teil der Sympathikus-Kette in Ihrer oberen Brust durchtrennt, mit Klammern verschlossen oder zerstört wird. Diese Kette steuert bestimmte unwillkürliche Funktionen, einschließlich des Schwitzens — insbesondere im Gesicht, an den Händen, in den Achseln und im Oberkörper.
Durch die Unterbrechung dieser Nerven kann ETS das Schwitzen im behandelten Bereich (z. B. Hände oder Achseln) deutlich reduzieren.
Warum kommt es zu kompensatorischem Schwitzen?
Der menschliche Körper versucht, die allgemeine Temperaturregulation aufrechtzuerhalten. Schwitzen ist einer Ihrer wichtigsten Kühlmechanismen.
Wenn ETS das Schwitzen in einem Körperbereich blockiert, registriert Ihr Gehirn weiterhin einen Anstieg der Körpertemperatur, aber in den behandelten Bereichen stehen jetzt weniger Schweißdrüsen zur Verfügung. Daher „verlagert“ oder erhöht der Körper das Schwitzen in anderen Bereichen, um die verlorene Kapazität auszugleichen — dies ist kompensatorisches Schwitzen.
Häufig betroffene Bereiche bei kompensatorischem Schwitzen:
- Rücken
- Brust
- Bauch
- Oberschenkel
- Gesäß
- Beine
Mechanismus (etwas technischer):
- Der Hypothalamus (das Thermostat Ihres Körpers) versucht weiter, die Temperatur zu regulieren.
- Nach ETS ist das Feedback aus den blockierten Bereichen gestört.
- Der Körper versucht zu überkompensieren, um eine sichere Körpertemperatur zu erhalten.
- Andere Schweißdrüsen (die noch normale Nervenverbindungen haben) werden "überbeansprucht."